https://pegasus-fs.de/ , müssen Sie die undichten Stellen überhaupt erst lokalisieren. Einfache Hilfsmittel genügen: Halten Sie an einem windigen Tag eine brennende Kerze oder ein Feuerzeug langsam an den Rahmen von Fenstern und Türen, etwa entlang der Dichtungsgummis und der Scharniere. Flackert die Flamme deutlich oder zieht sie zur Seite, ist das ein sicheres Zeichen für eine Undichtigkeit. Noch präziser arbeiten Sie mit einem Blatt Papier: Klemmen Sie es zwischen Rahmen und Flügel und versuchen Sie, es herauszuziehen. Lässt es sich ohne Widerstand oder mit deutlich spürbarem Spiel bewegen, sitzt die Dichtung nicht richtig an. Vergessen Sie dabei nicht den Bodenbereich von Türen sowie die obere Kante von Fensterbänken – hier entweicht oft Wärme, ohne dass man es auf den ersten Blick sieht. Kontrollieren Sie außerdem die Verglasung: Fahren Sie mit dem Finger an der Kante zwischen Glas und Rahmen entlang; fühlt sich dort ein Luftzug an, ist häufig die innere Versiegelung brüchig oder gerissen.
Haben Sie die Problemstellen gefunden, geht es an das Abdichten, wobei Sie je nach Schaden unterschiedlich vorgehen. Bei losen oder ausgehärteten Gummidichtungen (Profilen) hilft es oft schon, diese vorsichtig mit einem Schraubendreher aus der Nut zu hebeln und durch ein passendes, selbstklebendes Dichtungsband zu ersetzen – achten Sie darauf, dass die neue Dichtung etwas dicker ist als die alte, um wieder fest anzuliegen. Für feine Risse zwischen Rahmen und Mauerwerk ist ein dauerelastisches Acryl-Dichtmittel aus der Kartusche die richtige Wahl: Tragen Sie es mit einer Spritze gleichmäßig in den Spalt auf, glätten Sie die Naht mit einem feuchten Finger und lassen Sie alles gut durchtrocknen. Besonders an der Unterseite von Fensterbänken und in den Ecken von Türrahmen, wo sich gerne Zugluft sammelt, schafft dies spürbar Abhilfe. Bei Türen, die unten einen zu großen Spalt haben, können Sie außerdem eine bodenseitige Dichtung zum Aufkleben oder Einklemmen montieren; diese besteht oft aus einem stabilen Metallprofil mit einer Bürste oder einem Gummiwulst und lässt sich meist ohne Bohren befestigen. Prüfen Sie nach jeder Maßnahme erneut mit dem Papier- oder Kerzentest, ob wirklich keine Luft mehr zieht.
Wichtig ist, dass Sie nicht nur die offensichtlichen Stellen behandeln, sondern auch an die versteckten denken: Ziehen Sie die Flügel von Fenstern bei geschlossenem Zustand einmal fest an den Rahmen – sitzen sie verzogen oder klemmen die Scharniere, dichtet auch eine neue Profildichtung nicht vollständig. In solchen Fällen sollten Sie die Scharniere nachjustieren, indem Sie die Schrauben an den Bändern leicht lockern, den Flügel neu ausrichten und dann wieder festziehen – das allein kann Wunder bewirken. Wenn Sie all diese Arbeiten gewissenhaft durchführen, steigern Sie nicht nur den Wohnkomfort, sondern verbessern auch spürbar die Energieeffizienz Ihres Gebäudes, denn bereits kleine Undichtigkeiten führen dazu, dass Heizwärme ungenutzt nach außen entweicht. Überprüfen Sie nach dem Abdichten, ob sich an den behandelten Stellen keine kalte Luft mehr anfühlt, und wiederholen Sie den Kerzentest bei jedem Fenster ein zweites Mal – so stellen Sie sicher, dass keine Stelle übersehen wurde. Denken Sie daran, dass eine regelmäßige Kontrolle der Dichtungen im Frühjahr und Herbst ebenfalls zur dauerhaften Energieeffizienz beiträgt, da Materialien durch Temperaturschwankungen ermüden. Mit diesen handwerklichen Grundkenntnissen und etwas Geduld dichten Sie Ihre Fenster und Türen selbst zuverlässig ab und schonen zugleich den Geldbeutel durch die verbesserte Energieeffizienz.
